Donnerstag, 3. Dezember 2009

persönlicher Referent für Frau Gabor

Frau Gabor schaffte den 3. Bürgermeister ab. Bald musste sie einsehen, dass es allein mit einem zweiten Bürgermeister schwierig ist, Garching angemessen zu vertreten.

Im November hörte ich erstmals den neuen Persönlichen Referenten der Bürgermeisterin bei der Vernissage einer Ausstellung im Bürgerhaus reden. Ich fand die Vorstellung gut, er redete frei, nicht bloß ein paar Grußworte, sondern setzte sich mit der Kunst allgemein auseinander, nahm den Worten des Künstlers Lorenz nicht zu viel Fett weg, aber ausreichend, damit man sehen konnte, dass von ihm etwas zu erwarten ist.

Donnerstag, 5. November 2009

Erschließung für die EWG über den Hüterweg

Die Erschließung des Betriebsgebäudes der EWG an der U-Bahnlinie zum Forschungszentrum sollte über einen Weg erfolgen, der parallel zur U-Bahn südlich der Quantenoptik verläuft. Der Stadtrat hatte zugestimmt, dass die Zusatz- und Ausfallheizung zur Geothermie mit Öl erfolgt. Das Öl sollte nun mit Tanklastwagen geliefert werden. Das heißt: ein Tanker pro Tag für die Zusatzheizung, 40 Tanker für die Ausfallheizung. Die oberen Behörden wollten diesem Weg nur zustimmen, wenn durch zusätzliche Baumaßnahmen augeschlossen wird, dass ein Tanker auf die U-Bahn fallen könnte. Das hätte Geld gekostet, das die EWG nicht hat, und hätte den Zeitplan durcheinander gebracht.
Der Stadtrat hat nun zugestimmt, dass die Tankwagen über einen Feldweg zum Betriebsgebäude fahren. Beim Pflegeheim erschien der Ausbau des Feldweges noch als untragbar, bei der EWG nicht. Offensichtlich soll wahr werden , was immer wieder behauptet wurde: Mit der Geothermie wird den Garchingern die Wärme für ihre Wohnungen geschenkt.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Energiewende

Bei den Gesellschafteranteilen für die EWG bleibt es nicht. Jetzt leiht die Stadt der EWG 3 Millionen €, weil das Bohrloch für die Messsonde verschüttet worden war und eine weitere Bohrung plötzlich unvorhergesehenerweise notwendig wurde.

Trotzdem soll im nächsten Jahr mit der Wärmelieferung begonnen werden.

Bei dieser Gelegenheit höre ich zum ersten Mal, wo das Betriebsgebäude für die Zusatzheizung hinkommen soll, südlich des MPI für Quantenoptik. Man hat sich für den Einsatz von Öl für die Heizung entschieden. Es wird betont, dass dies noch auf dem Forschungsgelände ist. Grüne und Bürger für Garching stimmen dagegen. Am Hüterweg, wo voraussichtlich das warme Wasser gefördert wird, kommen nur Gebäude so groß wie ein paar Garagen zum Stehen, wird versichert.

Donnerstag, 3. September 2009

Studenten in Garching

In der Vergangenheit hat es oft geheißen:
Die Studenten sollen raus aus der Wohnbebauung.
Sie machen offensichtlich Lärm. Deshalb hat man immer wieder hinter vorgehaltener Hand Vorschläge gehört, Studentenheime als Lärmschutz für die normale Bevölkerung zu bauen.
Jetzt geschieht das mehr oder weniger hinterm REWE.

Dort werden fleißig nahe der Autobahn Studentenwohnungen gebaut. Der Lärm der Autobahn wird wahrscheinlich durch den vorhandenen Lärmschutzwall stark gemildert. Der Investor sieht jetzt im 2. Bauabschnitt einige Freizeiteinrichtungen vor wie Tischtennisplatten, Billardtische, Kicker und ein Fußballfeld. Einen Versuch der Studenten, Mitbestimmung zu erreichen, hat er kaltlächelnd abgewiegelt:

"Die das wollen , sind bei einem Heim des Studentenwerks besser aufgehoben."

Samstag, 1. August 2009

EWG 3. Bohrung

Eine dritte Bohrung ist erforderlich, weil eine Messonde in der zweiten Bohrung steckt und herausgebohrt werden muss. Das ist teuer und braucht Zeit.

Dadurch soll sich für die Anschlusswilligen jedoch nichts ändern, weder am Zeitplan für den Anschluß noch am Preis der Fernwärme.

Das Biomassekraftwerk wurde jetzt im Stadtrat genehmigt. Ziel ist , den Kunden billige Wärme zu verschaffen, ohne die Stadt zu stark damit zu belasten. Da muss natürlich alles billig sein, damit dieses Ziel erreicht wird.

Sonntag, 5. Juli 2009

Freizeitparks an der U-Bahn Hochbrück

Garching ist attraktiv für Freizeitparks. Nachdem Garching den Skaterpark abgelehnt hat, verfielen gleich zwei neue Betreiber auf Garching.

Beide haben schon eröffnet.
Einer betreibt in einer alten Halle Paintball, das der Bundestag kürzlich als Kampfspiel verbieten wollte. Der Betreiber hat vorgesorgt. Rein dürfen nur Mitglieder über 18 Jahre, obwohl die beiden Geschäftsführer meinen, Ballpoint wäre mehr ein Sportspiel als ein Kampfspiel.
Wetterabhängig ist das Labyrinth im Hanffeld. Labyrinth ist zu wenig, so kommt es mit vielen Beiprogrammen. Die Kinderuni startete aber eine Woche später als geplant, es war einfach zu nass. Nächtes Wochenende kommt eine schaurige Nacht. Nichts für Ängstliche!

Donnerstag, 4. Juni 2009

Hanflabyrinth statt Feuerhex

Als Chorleiter Neuhauser 2006 den Vorschlag unterbreitete, am U-Bahnhof Hochbrück ein Zelt für die Aufführung des Musicals Feuerhex aufzustellen, erntete er vielfaches Kopfschütteln. Im Bürgerhaus wurde eine kleine Tribüne aufgebaut, von den anderen Plätzen sah man meist nur die Köpfe der Sänger.
In der Zwischenzeit hat das dt. Theater an der U-Bahnhaltestelle Fröttmaning ein Zelt aufgebaut, um die Umbauphase des Hauses zu überbrücken.
Neuhauser hat seine Feuerhex im Zirkus Kronezelt aufgeführt.
Jetzt startet ein neues Unternehmen an der U-Bahnhaltestelle Hochbrück: es wird ein Hanf-Labyrinth angesät. Um niemanden aufzuregen, wird versichert, dass aus diesem Hanf keine Betäubungsmittel erzeugt werden können.

Montag, 11. Mai 2009

1 Jahr Bürgermeisterin Gabor

Frau Gabor verschafft sich Luft.
Die Leitung der Ortsgruppe der CSU Garching gibt sie ab, sie geht lieber zu jedem 90. Geburtstag eines Garchinger. Bei der nächsten Wahl wird dies sicher mehr zählen als der Ortsgruppenvorsitz.
Dass sie in der Gemeindeverwaltung mit einer Art geschäftsführenden Beamten Entlastung sucht, geht in dieselbe Richtung. Vielleicht ist ein solcher Besen besser als der, den die Gabor im Wahlkampf versprach.

Dienstag, 7. April 2009

Beliebige Architektur

In Garching läßt man so planen, dass das Gebäude an jeder Stelle in Garching gebaut werden kann. Die Einbindung in die Umgebung, benachbarte Höhen, Qualität. Alles ist egal, eine Kiste passt überall.

Das ist nicht die Ausnahme , sondern es wird zur Regel.

So geschehen mit dem Kinderhaus. Ohne irgendeine Umplanung kann es vom Bauplatz neben dem Kindergarten am Mühlbach zu einem bisherigen Blumenverkaufsfeld am Brunnenweg versetzt werden.
Das Betriebsgebäude der EWG wird genehmigt, immerhin 50 Meter lang, obwohl der Standort noch nicht festliegt.
Der zweite Bürgermeister:
"Wegen des Standorts mache ich keinen Salto."

Dienstag, 10. März 2009

Gelingt der Coup

Der Coup, den die Bürgermeisterin vorbereitet, würde ihr den hohen Respekt der Bevölkerung verschaffen. Sie will das Geld für die Renovieruing des Gesindehauses aus dem Konjunkturstützprogrammm der Bundesregierung holen. Zum zweiten will sie erreichen, die Abwanderungstendenzen der Volkshochschule München Nord nach Ismaning und Unterföhring zu stoppen und die VHS Nord wie in der Vergangenheit stärker an Garching zu binden. Drittens will sie zeigen, dass sie recht hatte, das bisher vorgelegte Nutzungskonzeptt des Gesindehauses zu bemängeln. Kurz, der neue VHS-Leiter Dr. Stets wurde beauftragt, das Nutzungskonzept für das Gesindehaus zu überarbeiten. Zusätzlich könnte die VHS Räume im Römerhof erhalten, wenn der Kindergarten ins Kinderhaus umzöge. Wenn es gelingt, wäre dies ein tolles, komplexes und gut gezieltes Vorhaben.

Sonntag, 1. Februar 2009

Rückschläge für neue Bürgermeisterin

Die ersten hundert Tage sind für die Bürgermeisterin vorbei. Erfolgsmeldung folgte auf Erfolgsmeldung. Jetzt gibt es Eintrübungen:

1. Die Bürgermeisterin setzt sich mit ihrem Standortsvorschlag fürs WHG nicht durch.
Das Motto:
"Lieber 5 Jahre Baulärm als 30 Jahre Autolärm", überzeugte.

2. Garching ist der UWG beigetreten, das kostete auch eine Bürgschaft. Das Geo-Wasser wird mit Öl von 74 Grad auf 110 Grad erhitzt, bevor es zur Heizung benutzt werden kann. Das noch gar nicht der Diskussion stehende Betriebsgebäude wird dadurch nicht kleiner. Die Hochbrücker, die der Bürgermeisterin die Mehrheit verschafften, müssen immer noch befürchten, dass die Biomasse kommt.

3. Der Umbau der Straßenkreuzung an der B471 Neu baut eher Stau auf als ab, behauptet zumindest der CSU-Führer im Stadtrat. Die Ampelanlage an der B 471 alt kommt nicht voran.

4. Das Klima im Stadtrat hat sich sehr verschlechtert.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Auszug aus dem Sitzungssaal

Stadträte haben bei dem Thema Standort des WHG aus Protest den Sitzungssaal verlassen. Jetzt droht ihnen ein Bußgeld bis 250 € wegen des Verstoßes gegen die Gemeindeordnung.
Stadtrat Tremmel hat als ehemaliger Schüler des WHG in der letzten Zeitschrift der "Bürger für Garching"eine klare Darstellung der Gründe geliefert, die gegen eine Aufgliederung des WHG sprechen.

Wenn das WHG in seiner jetzigen Form leichtfertig aufs Spiel gesetzt würde, dann wäre das Ansehen der CSU in Garching bald verspielt. Das WHG sollte den besten Standort in Garching bekommen, nach dem Willen der Schüler und Lehrer ist das der jetzige Standort.
Das Potential des WHG für Garching ist nicht zu unterschätzen. Zwei Beispiele aus dem Januar 2009:
Der Autor Kumpfmüller kommt im Januar in die Stadtbücherei, Jens Zehrfeld wird in einem Ausblick der SZ auf das Jahr 2009 als einer von 6 Personen bezeichnet, von denen man im Jahr 2009 hören wird.

Ich würde mir nur wünschen, dass die Garchinger Bürger mehr an den kulturellen Veranstaltungen des WHG teilnehmen könnten.