Sonntag, 1. Februar 2009

Rückschläge für neue Bürgermeisterin

Die ersten hundert Tage sind für die Bürgermeisterin vorbei. Erfolgsmeldung folgte auf Erfolgsmeldung. Jetzt gibt es Eintrübungen:

1. Die Bürgermeisterin setzt sich mit ihrem Standortsvorschlag fürs WHG nicht durch.
Das Motto:
"Lieber 5 Jahre Baulärm als 30 Jahre Autolärm", überzeugte.

2. Garching ist der UWG beigetreten, das kostete auch eine Bürgschaft. Das Geo-Wasser wird mit Öl von 74 Grad auf 110 Grad erhitzt, bevor es zur Heizung benutzt werden kann. Das noch gar nicht der Diskussion stehende Betriebsgebäude wird dadurch nicht kleiner. Die Hochbrücker, die der Bürgermeisterin die Mehrheit verschafften, müssen immer noch befürchten, dass die Biomasse kommt.

3. Der Umbau der Straßenkreuzung an der B471 Neu baut eher Stau auf als ab, behauptet zumindest der CSU-Führer im Stadtrat. Die Ampelanlage an der B 471 alt kommt nicht voran.

4. Das Klima im Stadtrat hat sich sehr verschlechtert.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Auszug aus dem Sitzungssaal

Stadträte haben bei dem Thema Standort des WHG aus Protest den Sitzungssaal verlassen. Jetzt droht ihnen ein Bußgeld bis 250 € wegen des Verstoßes gegen die Gemeindeordnung.
Stadtrat Tremmel hat als ehemaliger Schüler des WHG in der letzten Zeitschrift der "Bürger für Garching"eine klare Darstellung der Gründe geliefert, die gegen eine Aufgliederung des WHG sprechen.

Wenn das WHG in seiner jetzigen Form leichtfertig aufs Spiel gesetzt würde, dann wäre das Ansehen der CSU in Garching bald verspielt. Das WHG sollte den besten Standort in Garching bekommen, nach dem Willen der Schüler und Lehrer ist das der jetzige Standort.
Das Potential des WHG für Garching ist nicht zu unterschätzen. Zwei Beispiele aus dem Januar 2009:
Der Autor Kumpfmüller kommt im Januar in die Stadtbücherei, Jens Zehrfeld wird in einem Ausblick der SZ auf das Jahr 2009 als einer von 6 Personen bezeichnet, von denen man im Jahr 2009 hören wird.

Ich würde mir nur wünschen, dass die Garchinger Bürger mehr an den kulturellen Veranstaltungen des WHG teilnehmen könnten.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Sozialgestaffelte Kindergartenbeiträge

"Frohes Fest- Wie sozial ist Garching?" titelt die SPD in Garching ihr zweites Garchinger Gespräch. Die SZ schreibt gar von sozialer Kälte. Rauslesen kann man: Und das zum frohen Fest!
Liest man genauer, so stellt man fest, dass die Bearbeitung der Anträge auf Erstattung oder Ermäßigung der Kindergartenbeiträge von der Stadtverwaltung zum Landratsamt verlegt wird, wo sie von der Aufgabenstellung her hingehören. Dadurch werden in Garching im Jahr 200 Stunden Bearbeitungszeit eingespart, die für die Beantragung von Zuschüssen zum Kindergartenbetrieb verwendet werden sollen. Hartz IV Empfänger erhalten die Kindergartenbeiträge sowieso, die anderen erhalten sie in Zukunft vom Landratsamt, und nicht mehr von Garching.

Von den Reichen lernt man sparen, liest man . Die reichen Eltern schicken ihre Kinder in die kirchlichen Kindergärten, wo es keine soziale Staffelung gibt. Sind die Kirchen unsozial?

Montag, 3. November 2008

Sinn für Symbole und Ortsverschönerung

Sinn für Symbole
Der Weg nach Nirgendwo war so ein Schildbürgerstereich der Stadt Garching.
In den Isarvorauen ging pötzlich ein Weg in die Felder und hörte wieder mitten drin auf. Jetzt hat die neue Bürgermesieterin veranlasst, dass der Weg nach Nirgendwo eine Verlängerung erhält und somit über den Weg die Isarau erreicht werden kann. Ein Schildbürgerstreich weniger.

Ortsverschönerung.
Frau Gabor hatte gesagt, sie werde sich besonders der Ortsverschönerung annehmen. Das Hochbeet vor der Stadtbücherei am Bürgerplatz wurde nun neu gestaltet. Der Gärtner- es soll gar nicht der Gärtner mit seinem absolut zuverlässigem Geschmack aus dem Ort gewesen sein - pflanzte Tag -und Nachtschatten an, alles schön bunt und ordentlich, aber es stellte alles in den Schatten, was wir bisher an Gartenkunst in Garching erleben durften. Bisher hatte eine ältere Frau eine Art Naturgarten angelegt. Jetzt ist es das schönste Beispiel einer kleinstädtischen Hausvorgarten geworden: Bunt und ordentlich. Dabei haben wir so schöne Vorbilder im Schloßgarten in Oberschleißheim.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Neues Gymnasium für Unterföhring

Auf der Suche nach einem geeignetem Grundstück fand Frau Gabor nur ein Grundstück im Norden von Garching. Alle Grundstücke rund um das Gymnasium scheinen vergeben oder versprochen zu sein. jedenfalls sieht man sich gezwungen, in das Naturschutzgebiet jenseits des Mühlbaches auszuweichen, wollte man am bisherigen Standort das Gymnasium erträglich für den Schulbetrieb sanieren. Die Hoffnung, dass bei einem Neubau höhere Richtwerte eingeräumt würden, weil man über großzügigere Räume im Altbau verfüge, könnte rasch verfliegen.

Da wundert es nicht, dass Unterföhring ein eigenes Gymnasium wünscht. Unterföhring kann ein geeignetes Grundstück an der S-Bahnstation anbieten, sodass die Ismaninger Schüler per S-Bahn bequemer nach Unterföhring kämen als nach Garching.
Welche Nachteile kämen auf Garching zu, wenn Unterföhring ein eigenes Gymnasium bekäme, Ismaning nach Unterföhring abwandern würde und so Garching das WHG alleine sanieren müsste?
Das Problem, die Kosten für die Renovierung auf zubringen, bleibt. Arbeitsplätze für Garching gehen verloren. Das WHG müsste ihr Kursangebot erheblich verkleinern und sich vermutlich auf eine Schulform z.B. naturwissenschaftlich oder Sprachen beschränken. Hatten die Garchinger vom kultuerellen Potenzial des WHG schon jetzt nicht besonders viel, so ist zu erwarten, dass das Angebot für eine Übergangszeit von mindestens 10 Jahren noch dürftiger wird. Hoffnungen auf großzügigere Räume bei einem Neubau dürften auch dahinschmelzen, wenn es praktisch um ein neues, anders strukturiertes Gymnasium geht.

Da dürften sich Nachteile ganz schön summieren, wenn die Unterföhringer und Ismaninger Schüler weggehen.

Freitag, 5. September 2008

Erfolge, Erfolge

Gabor verbucht Erfolge. Die Bilanz der ersten 100 Tage kann sich sehen lassen. Zunächst erledigte sie sofort Angelegenheiten, die nicht viel kosten, aber sofort erledigt werden können.
  • Kunstprojekt in Gang bringen. Mitwirkung der Bürger sicherstellen.
  • Blumen zum Blühen bringen. Ortsbild verschönern
  • Forsches Garching. Brücke zum Forschungszentrum schlagen.
  • Kinderbertreuung verbessern.
  • mit eisernen Besen durch die Verwaltung
Das letztere Ziel ist am schwierigsten zu erreichen, aber vielleicht längerfristig am notwendigsten. Die Verwaltung wurde von Solbrig nicht recht hergenommen, eine gewisse Selbstherrlichkeit ist in manchen Sachgebieten festzustellen. Ziele wie Brücken schlagen zum Forschungszentrum oder Unterstützung der Vereinskultur wurden nicht für den Bürger sichtbar formuliert und der Verwaltung vor Augen gestellt.
Die obengenannten Ziele sind für jeden Bürger einsichtig, die Schritte zur Umsetzung werden gleich sichtbar. z.B. Aufstellung von Containern als erster Schritt für das Kinderhaus.

Freitag, 29. August 2008

Der neue Bürgermeister als Racheengel

Die Bürgermesiterin Gabor ist nun auch schon 100 Tage im Amt. Sie meldet wie der alte Kohl, der Landschaften zum Blühen gebracht hat:
Sie habe Blumen zum Blühen gebracht. Sie kümmere sich um das Ortsbild. "Das Dorf soll schöner werden."
Ihre Gegner werfen ihr vor, dass sie jetzt Rache nimmt für alles, was ihr vor ihrer Wahl angetan wurde:
So vernichte sie die Existenz ihres Gegenkandidaten, indem sie ein eigenes Blatt für die Informationen der Stadt einführt. Ab September 2008 soll es in einer Auflage von 8000 Stück an die Garchinger Haushalte kostenlos verteilt werden. Wielange das der Stadtspiegel, den der Gegenkandidat herausgibt aushält, ist die Frage. Der Name des Informationsblattes "Forsches Garching" , finde ich, ist klug gewählt.